Ebene A

Im Rahmen des SE-ZERT® Ebene A werden folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Anwendungssicheres Wissen über Systems Engineering und Systems Engineering Management
  • Symbol- oder Fachsprache kennen, verstehen und beherrschen,
  • Fachspezifische Methoden und Verfahren beherrschen und zur Erkenntnisgewinnung nutzen,
  • Fähigkeit, ein komplexes Projekt mit allen Parametern zu führen und die entsprechende technische Verantwortung in einem Projekt zu übernehmen
  • Fähigkeit ein multidisziplinäres Team verantwortlich zu führen

Das Lernziel der Module 1 bis 9 ist „beherrschen“.

Zugangsvoraussetzungen:

Abschluss Anforderung
Meister oder Techniker 14 Jahre, davon 6 Jahre mit Zuordnung auf die Erfahrungsbereiche (mindestens 3)
Bachelor 11 Jahre, davon 6 Jahre mit Zuordnung auf die Erfahrungsbereiche (mindestens 3)
Master,
Dipl. Ing FH,
Dipl. Ing.
10 Jahre, davon 6 Jahre mit Zuordnung auf die Erfahrungsbereiche (mindestens 3)

Zugelassen zur Prüfung wird jeder, der ein gültiges Zertifikat der Ebene B besitzt, obige Erfahrung und Abschluss hat und eine Studienarbeit mit Selbstreflexion eigenständig erstellt hat.

Die Prüfung zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, besteht aus einer Studienarbeit, die in einem Fachgespräch zu verteidigen ist.Die Studienarbeit wird von den PersCert TÜV berufene Fachprüfern bewertet.

Bewertungskriterien sind:

  • Erkenntnisgewinn
  • Praktische Relevanz
  • Schlüssigkeit der Gedankenführung
  • Darstellung
  • Schlüssigkeit der Selbstreflexion

Die Studienarbeit ist zu einem vom Kandidaten selbst zu wählenden, relevanten Systems-Engineering-Thema anzufertigen. Kennzeichen relevanter Themen sind Multidisziplinarität und/oder das Denken in Systemen und deren Lebenszyklen. Die Themenvorschläge sind bei PersCert TÜV einzureichen, zusammen mit einer Einverständniserklärung des Kandidaten über die Weitergabe an die Fachprüfer (GfSE-Assessoren). Die Studienarbeit soll insgesamt 20 bis 50 DIN A4 Seiten umfassen, einschließlich einer Zusammenfassung von 1/2 Seite. Die Studienarbeit muss eine Anlage mit einer Selbstreflexion “Auseinandersetzung mit der eignen Persönlichkeit und dem Verhalten im Umgang mit anderen“ von 1-2 Seiten enthalten. Die Anlage dient zur Überprüfung, ob die Inhalte von Modul 9 beherrscht werden. Sie wird in das Fachgespräch einbezogen aber nicht veröffentlicht.

Die Studienarbeit gilt als angenommen, wenn von jedem Fachprüfer mindestens 67 % der erreichbaren Punkte vergeben wurden. Außerdem darf in keinem Bewertungskriterium weniger als 33 % der möglichen Punkte vergeben worden sein. Studienarbeiten, die nicht die erforderliche Punktzahl erreichen, dürfen einmalig nachgebessert werden.

Für das anschließende Fachgespräch wird eine Prüfungskommission der Zertifizierungsstelle einberufen. Sie besteht mindestens aus zwei Fachprüfern (GfSE-Assessoren) und dem von PersCert TÜV zu stellendem Vorsitzenden.

Das Fachgespräch wird durch die Fachprüfer bewertet. Der Vorsitzende leitet das Fachgespräch.

Bewertungskriterien sind:

  • Klarheit der Gedankenführung und Aussagen
  • Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Umgang mit Fragen und Kommentaren
  • Allgemeine Wirkung als Diskussionspartner
  • Schlüssigkeit der Selbstreflexion

Das Fachgespräch gilt als bestanden, wenn mindestens 67 % der erreichbaren Punkte von jedem Fachprüfer vergeben wurden. Außerdem darf in keinem Bewertungskriterium weniger als 33 % der möglichen Punkte vergeben worden sein.

Beim Antrag muss der INCOSE Code of Ethics anerkannt und eine persönliche Markennutzung mit der GfSE beantragt werden. Somit soll das benutzte Siegel geschützt werden, das eine persönliche eindeutige ID für jeden Absolventen hat, und ist damit eindeutig der hochwertigen Ausbildung zuzuordnen.

Das Zertifikat hat eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren. Zur Verlängerung des Zertifikats ist eine Rezertifizierung erforderlich.

Bei Nichtbestehen kann auf Antrag des Teilnehmers eine Wiederholungsprüfung bei der nächstmöglichen Gelegenheit, aber frühestens einen Monat nach der Ergebnisbekanntgabe, abgelegt werden.